Ontul Rinpoche und Karma Rinpoche: Einweihung zum Vierarmigen Mahakala mit Schützerpraxis
Sonntag, 22. April 2018, 14:00 - 18:00
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Ontul Rinpoche und Karma Rinpoche
 
Ontul Rinpoche
 
Karma Rinpoche
 
  • Sonntag 22. April 14.00 Uhr: Einweihung zum Vierarmigen Mahakala; Kosten: 40€ / Mitglieder 30€
    mit gemeinsamer Schützerpraxis, anschließend Fragen und Antwort

    Der vierarmige Mahakala ist die zornvolle Erscheinung von Shiva. Er ist der kraftvolle Ausdruck tiefen Mitgefühls, das vollständig ohne Ego agiert und dem Praktizierenden schützend und unterstützend zur Seite steht. Der vierarmige Mahakala war der persönliche Schützer des großen Yogis Marpa und wird in den Schulen der Nyingma-. und der Kagyü-Tradition praktiziert.

 

S.E Ontul Rinpoche stellt sich vor:

Meine früheren Inkarnationen sind verbunden mit Drikung Orgyen Nuden Dorje, einem großen Entdecker von verborgenen Belehrungen (tib. Tertön) des letzten Jahrhunderts. Er war wohlbekannt als eine Emanation von Nyan Ban Tingdzin Sangpo, einem großen Meister zur Zeit des im 8. Jahrhundert herrschenden tibetischen Königs Trisong Detsen.

Der ältere Bruder von Nuden Dorje und der erste Ontul war Kungsang Drodul. Er wurde in dem Dorf Zahmo Gong in der Provinz Kham in Ost-Tibet geboren. Der fünfte Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche, Thegye Nyima (1828-1889), erkannte ihn als die Emanation von Brog Ban Khin Chung Lotsawa, einem der 25 Hauptschüler von Guru Padmasambhava (Guru Rinpoche). Weil Kunsang Drodul der ältere Bruder von Orgyan Nuden Dorje war, wurden seine folgenden Inkarnationen als Ontul bekannt. Dies bedeutet: „Die Inkarnation des älteren Bruders“.

Ich wurde in Kham Nangchen in Ost-Tibet im Jahre 1950 in einer Familie der Alten Tradition (tib. Nyingmapa) geboren. 1954 erkannten mich Seine Heiligkeit Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche und Seine Heiligkeit Gyalwa Karmapa als Inkarnation von Ontul und mir wurde der Name Könchog Tendzin Thrinle Rabgye gegeben. Daraufhin wurde ich im gleichen Jahr im Kloster „Dong Med Ogmin Thubten Shedrub Ling“ inthronisiert. Lama Kälsang Namgyal, der Betreuer meiner früheren Inkarnation, übernahm die Verantwortung, mir die grundlegende Schulung im Lesen, Schreiben, Texte rezitieren etc. zu geben.

Als im Jahre 1959 die chinesische kommunistische Armee Tibet besetzte, verließen mein Tutor Kälsang Namgyal und ich unser Heimatkloster und wir begannen, zusammen mit vielen Mönchen und Menschen aus unseren Dörfern unsere Flucht von Tibet nach Indien. Auf dem Weg erlebten wir schrecklichen Durst und Hunger und wir wurden ständig von den chinesischen Soldaten bedroht. Trotz vieler Schwierigkeiten schafften wir es, die tibetische Grenze zu überqueren und wir erreichten Indien über Nepal. Das Leben in Indien war nicht einfach, weil wir keinen Platz für uns hatten, um uns niederzulassen. Wir waren gezwungen, über fast 14 Jahre von Ort zu Ort zu ziehen.

In Indien begegnete ich Drikung Khandro Neni Rinpoche (Khandro (tib.), Dakini (skr.) bezeichnet eine hochrealisierte Yogini). Sie machte mich mit Khenpo Thubten, einem großen Nyingmapa-Lehrer, bekannt. Die erste Belehrung, die ich vom Khenpo erhielt, war eine ausführliche Unterweisung über die Longchen Nyingthig Ngöndro-Praxis. Später erhielt ich von Khenpo Thubten Belehrungen über mehrere wichtige Texte.

Zu verschiedenen Gelegenheiten erhielt ich Mahamudra- und Dzogchen-Belehrungen von S.H. Dudjom Rinpoche, Khunu Lama Tenzin Gyaltsen, Dilgo Khyentse Rinpoche, Kalu Rinpoche und anderen. Von Khyunga Rinpoche erhielt ich Belehrungen und seine persönlichen Unterweisungen über den Tiefgründigen Fünfteiligen Mahamudra-Pfad. In den folgenden Jahren ging ich nach Ladakh, wo ich die meisten wichtigen Einweihungen, Belehrungen und mündlichen Übertragungen der Drikung Kagyü-Tradition von S.E. Chöje Togdän Rinpoche erhielt. Ich verbrachte mehrere Jahre in Ladakh und unternahm mit Togdän Rinpoche ausgedehnte Reisen und besuchte mit ihm verschiedene Drikung-Klöster.

Nach meiner Rückkehr nach Indien erwarb ich 1971 von den Spenden, die ich von den Menschen in Ladakh erhalten hatte, ein Stück Land in Tso Pema (Rewalsar, H.P.). Mit Hilfe meiner Mönche brachte ich es fertig, ein Kloster auf diesem Stück Land zu errichten. Tso Pema heißt „Der Lotussee“ und ist einer der heiligen Plätze, wo Guru Padmasambhava seine Wunderkräfte zeigte. Er stellte an diesem Ort Wunder mit der Absicht zur Schau, den König und die Menschen dieser Region, die damals als Sahar bekannt war, zu unterwerfen.

Ich brauchte viele Jahre, um das Kloster fertigzustellen und mit den heiligen Objekten, Ritualgegenständen und anderen notwendigen Dingen auszustatten. Jetzt ist das Kloster fertiggestellt und fast 30 Mönche leben hier und halten die Tradition der Drikung Kagyüpas aufrecht.

Im Jahre 1978 erkannte S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche die siebte Inkarnation des Tertöns Orgyan Nuden Dorje und gab ihm den Namen Konchog Lhündrub Nyangdrog Namgyal. Zu der Zeit war der junge Tulku erst drei Jahre alt. 1980 wurde er als das geistige Oberhaupt unseres Klosters inthronisiert.

1983 machte ich eine Reise nach Zentraltibet und Kham, mein erster Besuch in Tibet, nachdem ich 1959 entkommen war. Zuerst erreichte ich Lhasa und reiste, nachdem ich einen kurzen Besuch in Drikung Thil gemacht hatte, zu meinem alten Kloster in Ost-Tibet. Es war eins der größeren Drikung-Klöster in diesem Gebiet und liegt nahe meinem Geburtsort.

Ich blieb fast 6 Monate in dieser Gegend. Während dieses Aufenthaltes nahm ich an mehreren Zeremonien in meinem Kloster teil und gab den Mönchen und den Einheimischen verschiedene Einweihungen und Belehrungen. Dieses Kloster wurde in der Kulturrevolution durch die Chinesen völlig zerstört. Es befindet sich jetzt aber im Wiederaufbau. Durch die Anstrengung von drei Tulkus, Mönchen und Einheimischen sind einige Teile schon wieder fertiggestellt worden. Dort leben ungefähr 100 Mönche, manche sind im „Chagchen Ngaden“-Retreat unter der Leitung des Ehrwürdigen Gelong Tenzin Nyima (Hauptschüler des Ehrwürdigen Pachung Rinpoche).

Von Kham kam ich im Herbst desselben Jahres zurück nach Drikung in Zentral-Tibet. Im Drikung Thil-Kloster hatte ich die Möglichkeit, Drubpön Pachung Rinpoche zu treffen, von dem ich verschiedene Belehrungen und mündliche Übertragungen erhielt. In dieser Zeit traf ich S.H. Drikung Kyabgön Chungtsang Rinpoche, der in Lhasa lebte. Nachdem ich für eine Zeit von fast drei Wochen in Drikung geblieben war, kam ich zurück zu unserem Kloster in Tso Pema, Nordindien.

 
Lho Ogyen Drodul Dorje Rinpoche

auch bekannt als Karma Ratna, wurde am 10. Juni 1980 in Zahor (Mandi), in Nordindien als Sohn von Ontul Rinpoche und Tashi Dolma geboren. Sowohl vor als auch nach seiner Geburt zeigten sich besondere glückverheißende Zeichen.
Vor seiner Geburt hatte der Yogi Kunzang Dorje, ein enger Schüler des Siddhas Karnor Rinpoche, einen Traum, in dem Ontul Rinpoche zu ihm kam und sagte, dass er denke, Lama Lhowa sei nun wiedergeboren.
Unmittelbar vor seiner Geburt träumte Ontul Rinpoche, dass Yogi Chung-Ga Rinpoche ihm einen roten Katak überreichte. Nach seiner Geburt sah der Retreatler Tashi Gompo einen Regenbogen, der von Mandi bis nach Tso Pema strahlte. Er sagte Tashi Dolma, dass dies ein sehr gutes Zeichen sei und dass das Kind etwas Besonderes sein könnte. Sie solle daher das Kind sehr rein halten und auch auf gutes Essen achten.
Als Kind hatte Rinpoche ein Zeichen auf seiner Zunge, das aussah wie eine tibetische Silbe, und auf seinem Kopf konnte man das Zeichen eines Dreizacks erkennen.

Gyalwai Nyugu (1903-1925) schrieb in einem Gebet über die 5. Inkarnation von Lho Drongtrul: "in dieser Zeit der Degeneration werde ich in 5 verschiedenen Körpern erscheinen."
Lho Drongtrul ist der Leiter der Lungkar-Klöster in Nangchen und Kham in Tibet.
Seit 1999 hatte der Tertön Dzogchen Thubten Chokyi Nyima Gawai Norbu Rinpoche (kurz: Dzogchen Ganor Rinpoche), ein überaus verwirklichter Meister und eine Manifestation des Tertöns Ratag Palsang mehrere sehr lebhafte Visionen, dass es sich bei dem Kind Ogyen Rangjung Drodul Dorje um die Qualitätsausstrahlung des vierten Lho Drongtrul (heute als Lho Bongtrul bekannt), Ogyen Chechok Nuden Rolpai Dorje (1835-1902) handele.
Als Folge dieser wiederkehrenden Visionen wurde er am 14.4.2003 von S.H. Dalai Lama und S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche als Qualitätsausstrahlung des 4. Lho Drongtrul offiziell anerkannt Am 6.5. fand in Lumbini eine kleine Inthronisations-Zeremonie statt, am 16.2.2004 die ausführliche Inthronisation in Ogmin Thubten Shedrub Ling in Tso Pema.
Seit 1985 begann Rinpoche Tibetisch und Englisch vom Tashi Dolma zu lernen und begann 1987 seine Schulausbildung an der English Medium School in Sikkim. 1988 besuchte Rinpoche in Drikung Jangchub Ling in Dehra Dun die Schule für "Buddhist Philosophy and Tibetan Grammar". Zu dieser Zeit nahm er auch die Mönchsgelübde von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche.
Von 1997 bis 2005 lernte Rinpoche im Dzongsar Institute in Bir, wo Rinpoche Buddhistische Philosophie unter Khenpo Kunga Wangchok und Khenpo Choying Lhundup und anderen studierte. Von Dzongsar Khyentse Rinpoche erhielt er außerdem die Manjushri Übertragung.
1987 erhielt Rinpoche die Kalachakra Übertragung von S.H. Dalai Lama in Bodh-Gaya. 2000 die Phur-Pa Ermächtigung von S.H. Sakya Trinzin und er erhielt von S.H. Drikung Kyabgön Chetsang Rinpoche die besonderen mündlichen Übertragungen und Ermächtigungen der Drikung Kagyü Linie sowie von S.E. Garchen Rinpoche Übertragung der 50 Segens-Ermächtigungen. Im Rahmen der Schlangenjahr Übertragungen die Drikung Kagyü Schützer Ermächtigungen, Gong-Chik Belehrungen und Übertragung.
Später gab ihm Ontul Rinpoche die rituelle Praxis 'The Essence of Mahayana Stages of Dharma' des großen Yogis Shedang Dorje und mündlichen Übertragungen und Ermächtigungen von 'the Establishment of the Essence of the Hearts Great Bliss' von Lho Nuden Dorje, außerdem die Tchöd Ermächtigung (Rainbow Body Establishment) und die mündliche Übertragung der Acht Bände von Lho Nuden Dorje.
In der Sherabling Monastery erhielt Rinpoche 2006 die Übertragung des Rinchen Terdzöd von H.E. Tai Situ Rinpoche.
2007 unternahm Rinpoche eine 5tägige Reise nach Lapchi, um dort ein 3-monatiges Retreat zu machen. In den Höhlen von Lapchi meditierte Milarepa und realisierte dort die Natur seines Geistes.
Jetzt ist Rinpoche dabei, eine Akademie aufzubauen, und setzt seine eigenen Studien und Meditationspraktiken fort.

Ort Ngakpa-Haus | Krappmühlstraße 30 | Mannheim 68165

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